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Mo, 18.09.2023 06:10
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pte20230918003 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Gehirn leidet oft in benachteiligten Stadtteilen

Auch Essgewohnheiten spielen laut Forschern der University of California eine wichtige Rolle
Fast Food: Ernährung hängt auch von der Nachbarschaft ab (Foto: Engin Akyurt, pixabay.com)
Fast Food: Ernährung hängt auch von der Nachbarschaft ab (Foto: Engin Akyurt, pixabay.com)

Los Angeles (pte003/18.09.2023/06:10) - Menschen, die in unterprivilegierten Stadtteilen wohnen, ernähren sich ungesünder, haben eher Gewichtsprobleme und selbst die Mikrostruktur des Gehirns wird durch eine solche Nachbarschaft negativ beeinflusst. Das haben Forscher der medizinischen Fakultät der University of California ( https://www.ucla.edu/ ) in Los Angeles in einer Studie nachgewiesen.

Analyse der Hirnrinde

Frühere Forschungen haben gezeigt, dass sich das Leben in einer benachteiligten Nachbarschaft auf die Gesundheit des Gehirns auswirken kann. Doch die Psychologin und Umweltbiologin Arpana Gupta hat mit ihrem Team die Hirnrinde der Probanden detailliert analysiert, um festzustellen, wie das Leben in einem benachteiligten Gebiet bestimmte Bereiche des Gehirns verändern kann, die unterschiedliche Rollen spielen.

"Wir fanden heraus, dass diese Nachbarschaften Unterschiede in der Feinstruktur der Hirnrinde auslösen. Einige dieser Unterschiede sind mit einem höheren Body-Mass-Index (BMI) verbunden und korrelieren mit einer hohen Aufnahme der trans-Fettsäuren, die in frittiertem Fast Food enthalten sind", unterstreicht Wissenschaftlerin Gupta.

Ungesunde Ernährung

"Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Regionen des Gehirns, die an Belohnung, Emotion und dem Erwerb von Wissen und Verständnis beteiligt sind, von der Nachbarschaft beeinflusst werden und zudem zu Fettleibigkeit beitragen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, Probleme bei der Ernährungsqualität in benachteiligten Vierteln anzugehen, um die Gesundheit des Gehirns zu schützen", so Gupta.

Benachteiligte Nachbarschaften seien durch niedrige Einkommen, schlechtes Bildungsniveau, enge Wohnverhältnisse und schlechte Sanitäranlagen definiert. An der Studie haben 92 Probanden teilgenommen - 27 Männer und 65 Frauen aus dem Großraum Los Angeles. Die Forscher haben außerdem demografische Daten und BMI-Infos gesammelt.

Die Teilnehmer unterzogen sich zudem zwei Arten von MRT-Scans, die, wenn sie in Kombination analysiert werden, Einblicke in die Struktur, Signalübertragung und Funktion des Gehirns geben. Ergebnis: Kommunikationsveränderungen in Hirnregionen lassen sich feststellen, die für die soziale Interaktion wichtig sind. Andere Veränderungen traten in Regionen auf, die an der Emotionsregulation und höheren kognitiven Prozessen beteiligt sind. Diese scheinen durch die Aufnahme von trans-Fettsäuren beeinflusst zu werden.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail:
Website: www.pressetext.com
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