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Fr, 26.05.2023 06:10
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pte20230526003 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Plötzlicher Kindstod hat biologische Ursachen

Wissenschaftler aus den USA weisen Veränderungen bei Serotonin-2A/C-Rezeptor im Gehirn nach
Baby: Schlafposition spielt eine wichtige Rolle (Foto: pixabay.com, Wolfgang Eckert)
Baby: Schlafposition spielt eine wichtige Rolle (Foto: pixabay.com, Wolfgang Eckert)

Boston (pte003/26.05.2023/06:10) - Der plötzliche Kindstod vor dem ersten Geburtstag während des Schlafens ist in den USA die führende Todesursache bei Babys. Sie tritt bei 103 von 100.000 Lebendgeburten auf. Forscher des CJ Murphy Laboratory for SIDS Research des Boston Children's Hospital ( https://www.childrenshospital.org ) haben jetzt Gewebeproben des San Diego Medical Examiner's Office ausgewertet, die zwischen 2004 und 2011 mit dem Tod von Babys in Verbindung standen. Details sind im "Journal of Neuropathology & Experimental Neurology" nachzulesen.

Gehirnstämme untersucht

Untersucht worden sind die Gehirnstämme von 70 Kindern, die während dieses Zeitraums starben. Tests in Hinblick auf Anomalien wurden durchgeführt. Ergebnis: Der Serotonin-2A/C-Rezeptor war bei den Betroffenen verändert. Frühere Studien mit Nagetieren hatten bereits ergeben, dass die Signalgebung dieses Rezeptors während des Schlafes den Sauerstoffstatus des Gehirns schützt. Es bestätigte sich die Annahme, dass eine biologische Anomalie manche Kinder für einen Tod unter bestimmten Umständen anfällig macht.

Laut den Forschern tritt ein plötzlicher Kindstod auf, wenn drei Faktoren aufeinandertreffen: Ein Kind befindet sich in einer kritischen Phase seiner kardiorespiratorischen Entwicklung, es ist Belastungen von außen wie einer Schlafposition ausgesetzt, bei der das Gesicht nach unten gerichtet ist oder das Bett wird geteilt, und es verfügt über eine biologische Anomalie, die es anfälliger für Belastungen während des Schlafes macht.

Schlafposition entscheidend

Der leitenden Wissenschaftlerin Robin Haynes zufolge baut die aktuelle Studie auf früheren Forschungen auf, die Anomalien im serotonergen System von manchen der betroffenen Kinder festgestellt hatten. Trotz der neuen Erkenntnisse bleibt der Zusammenhang zwischen den Anomalien und der Ursache des Todes weiter unbekannt. "Derzeit besteht keine Möglichkeit, Kinder mit diesen Anomalien im serotonergen System zu identifizieren. Daher bleibt die richtige Position beim Schlafen von entscheidender Bedeutung", so Haynes.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Moritz Bergmann
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail:
Website: www.pressetext.com
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