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Mo, 23.01.2023 12:30
pte20230123025 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
Muslime medial marginalisiert und missbraucht
US-Wissenschaftler sehen Glauben oft als Grundlage der Beurteilung im Vordergrund stehen
Los Angeles (pte025/23.01.2023/12:30) - Muslimische Immigranten in den USA werden durch die Medien und das Kino oft marginalisiert und missbraucht. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der USC Annenberg Inclusion Initiative ( https://annenberg.usc.edu/research/aii ). Auf Muslime entfallen bis zu 25 Prozent der Weltbevölkerung. Ihre Präsenz als Charaktere in beliebten TV-Serien übersteigt jedoch 1,1 Prozent nicht. Terrorismus und Gewalt Die Darstellungen der Muslime stehen laut der Studie häufig mit Terrorismus und Gewalt in Zusammenhang. Mehr als 30 Prozent der 98 beurteilten muslimischen Persönlichkeiten waren in Bezug auf Gewalttäter ungeschützt. Fast 40 Prozent der Betroffenen waren das Ziel von gewalttätigen Angriffen. Es gibt laut der Studie eine gemeinsame Trope, die Muslime in einem schlechten Licht darstellt und sich auf "das Gefühl der Befreiung bezieht, das Frauen empfinden, wenn sie den Schleier ablegen", heißt es. Damit nehme die Öffentlichkeit den Schleier als Symbol der Unterdrückung wahr. Muslimas würden auch in Bezug auf ihre männlichen Gegenüber häufig als unterwürfig ängstlich dargestellt. Damit werde die Vorstellung, dass sie für Unterdrückung anfällig seien, noch weiter verstärkt. Oft einseitige Darstellung Die Untersuchung kommt auch zu dem Schluss, dass der Fokus oft auf den Glauben der muslimischen Persönlichkeiten gelegt wird. Dadurch verringern sich den Autoren nach die Aussichten, dass auch andere Aspekte ihrer Persönlichkeit gezeigt werden. So werde die Öffentlichkeit dazu gebracht zu glauben, dass die Religion der Schwerpunkt im Leben eines jeden Muslims ist. Ebendiese Darstellungen führen der Erhebung zufolge zu einer Isolierung anstatt einer Integration und letztlich einem Leben als produktive Mitglieder der Gesellschaft. Bei den 98 untersuchten muslimischen Persönlichkeiten des Samples bezog sich fast die Hälfte auf ihren Glauben. 23,5 Prozent wurden aufgrund ihres Glaubens wortlos dargestellt.
(Ende)
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