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Mo, 17.05.2021 10:30
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pte20210517016 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

China entfernt 90 Apps wegen Info-Checks

Überarbeitete landesweite Verordnung zur Erfassung von Benutzerdaten legt neue Regularien fest
Social-Apps: in China im Fokus der Partei (Foto: pixabay.com, solenfeyissa)
Social-Apps: in China im Fokus der Partei (Foto: pixabay.com, solenfeyissa)

Peking (pte016/17.05.2021/10:30) - Die chinesische Regierung hat einheimische App-Stores angewiesen, 90 Anwendungen aus dem Sortiment zu nehmen, um deren "unregelmäßige Erfassung persönlicher Informationen" zu überprüfen. Dies berichtet die "South China Morning Post". Die Initiative folgt zwei Wochen nach Einführung einer neuen Verordnung, die festschreibt, welche Arten von Benutzerdaten von Apps erfasst werden dürfen und welche tabu sind.

Bekannte Plattformen im Visier

Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) http://www.miit.gov.cn hat bekannt gegeben, dass die Apps auf unbestimmte Zeit offline geschaltet werden. Zu den betroffenen Anbietern zählen die Online-Ticketbuchungsplattform Damai, die Online-Reisebuchungs-App Tuniu, dazu Chinas größter LinkedIn-Rivale Maimai sowie Tianya, eine Online-Community, in der Menschen ihre Gedanken austauschen können. Nutzer, die diese Apps bereits auf ihren Smartphones installiert haben, dürfen sie jedoch weiter verwenden.

Den Apps wurden vom MIIT weitere Unregelmäßigkeiten vorgeworfen, darunter "obligatorisches, häufiges und übermäßiges Anfordern einer Benutzerautorisierung", das "Erzwingen gezielter Werbeaktionen durch Benutzer", das "Sammeln von Benutzerdaten über einen definierten Bereich hinaus" und "Irreführen von Benutzern zum Herunterladen der App". Dem Bericht nach wurden in der Vergagenheit bereits andere Apps aus den App Stores entfernt und nach Änderungen wieder verfügbar gemacht.

Chinesische Apps in Indien verboten

Im Juni 2020 hatte Indien 59 chinesische mobile Apps verboten, sogar TikTok, WeChat und Helo, um die Bedrohung der Souveränität und Sicherheit des Landes im Auge zu behalten, wie es hieß (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20200731003 ). Es gab Bedenken, dass sie Nutzerdaten sammeln. Im September dann blockierte die indische Regierung zudem 118 chinesische Apps, die "die Souveränität und Integrität Indiens, die Verteidigung Indiens, die Sicherheit des Staates und die öffentliche Ordnung beeinträchtigen".

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Lutz Steinbrück
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail:
Website: www.pressetext.com
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