VORSCHAU
PRESSETERMINE
Osteria Allora ART.Wallensteinplatz
20.06.2021 00:00
Technologiezentrum
21.06.2021 00:00
BHAK, Erdgeschoß, Aula
21.06.2021 00:00

AKTUELLES PRESSEFOTO

IR Nachrichten


WETTER
Graz: bedeckt
24°
Innsbruck: Regen
22°
Linz: Regen
22°
Wien: bedeckt
20°
© wetter.net

Stadtname / PLZ

AKTIENKURSE
 
MEDIEN
Mo, 17.05.2021 06:10
Meldung drucken Artikel weiterleiten
pte20210517003 Medien/Kommunikation, Medizin/Wellness

Corona: "Infodemie" wie Pandemie bekämpfen

Wissenschaftlich orientierter Ansatz könnten Falschinfo-Superspreader-Ereignisse verhindern
Eindämmen: Wäre auch online hilfreich (Foto: Govind Krishnan, unsplash.com)
Eindämmen: Wäre auch online hilfreich (Foto: Govind Krishnan, unsplash.com)

Philadelphia (pte003/17.05.2021/06:10) - Die "Infodemie" der vielen Falschinformationen zu COVID-19 ließe sich mit den gleichen Methoden bekämpfen wie die Pandemie selbst. Diese Ansicht vertreten Forscher des Annenberg Public Policy Center http://bit.ly/3b35ndf und der NPO Critica http://criticascience.org im "New England Journal of Medicine". Echtzeit-Beobachtung, eine genaue Diagnose des Problems und eine schnelle Reaktion könnten demnach auch in Sachen Fake News Superspreader-Ereignisse verhindern.

Ähnliche Übertragung

"Was sind die Ähnlichkeiten zwischen all der Information, die in sozialen Medien geteilt wird, und übertragbaren Krankheiten? Das ist eine hilfreiche Analogie, wenn man sich beides überlegt", sagt David Scales, Chief Medical Officer von Criteria. Im Prinzip überträgt sich Falschinformation durch Online-Teilen ähnlich wie das Virus von Menschen auf andere Menschen - und es können ebenso "Infektions"-Ketten und -Kaskaden entstehen, die schnell außer Kontrolle geraten. Daher ließe sich die Ausbreitung auch mit ähnlichen Methoden bekämpfen, argumentieren die Forscher.

Wichtig wäre, dass es für soziale Medien Überwachungssysteme gibt, die frühzeitig Alarm schlagen. Dazu müssten Facebook und andere Plattformen Forschern anonymisierte Daten zur Ausbreitung von Falschinformation bereitstellen. Gibt es Alarme, müsse eine Diagnose folgen, welche Variante von Falschinformation sich gerade ausbreitet. Nur das ermögliche, wirklich passende Gegenstrategien einzusetzen. Letztlich müsse wie beim Virus selbst eine schnelle Reaktion erfolgen, um die Ausbreitung einzudämmen. Dazu brauche es "Infodemiologen", die auf geeignete Kommunikationsstrategien trainiert sind.

Superspreader-Vermeidung

Diese Kombination könnte Falschinformations-Superspreader-Ereignisse verhindern oder eindämmen, so die Forscher. Sie verweisen auf das Beispiel, dass am 12. Oktober 2020 die konservative Nachrichtenseite "The Federalist" fälschlich berichtete, dass einem Bericht der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zufolge Masken nicht effektiv die Ausbreitung von COVID-19 verhindern würden. Am nächsten Tag verbreitete "Fox News" ebenfalls unrichtig, dass 85 Prozent aller im Juli 2020 Infizierten Masken getragen hätten.

"Der Superspreader eskalierte, als Präsident Donald Trump, diese gleiche Fehldarstellung am 15. Oktober vor 13 Mio. Sehern einer bundesweit übertragenen Town Hall wiedergab", so die Forscher. Eben das hätte sich wohl verhindern lassen, wenn es zeitnah massive Gegendarstellungen zum Federalist-Artikel gegeben hätte. Dann wäre die Moderatorin Savannah Guthrie wohl eher darauf vorbereitet gewesen, Trumps fehlerhafter Darstellung der CDC-Studie wirksam zu widersprechen.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Thomas Pichler
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail:
Website: www.pressetext.com
pressetext.redaktion
   
Wie fanden Sie diese Meldung?
Weitersagen
likes dislike Share Share |
Social Media
ETARGET

FOCUSTHEMA


SPECIALS


Werbung
middleAdvertising