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Di, 20.04.2021 11:30
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pte20210420027 Technologie/Digitalisierung, Politik/Recht

US-Behörden sollen Gesichtserkennung stoppen

Bürgerrechtler und Regierungsstellen kritisieren den Einsatz der Lösung von Clearview AI
Gesichtserkennung: Behörden-Nutzung in der Kritik (Foto: Tumisu, pixabay.com)
Gesichtserkennung: Behörden-Nutzung in der Kritik (Foto: Tumisu, pixabay.com)

Washington (pte027/20.04.2021/11:30) - Das US-Innenministerium soll den Einsatz der Gesichtserkennungs-Lösung von Clearview AI http://clearview.ai bei allen Behörden stoppen. Das fordert das dem Weißen Haus unterstehende Domestic Policy Council (DHS) http://whitehouse.gov/dpc in einem offenen Brief, den rund 70 Experten- und Bürgerrechtsorganisationen von der American Civil Liberties Union http://aclu.org bis zur Electronic Frontier Federation http://eff.org unterzeichnet haben. Sie kritisieren Verletzungen der Privatsphäre, Intransparenz und mögliche rassistische Tendenzen der Gesichtserkennung.

Intransparente Datenkrake

Clearview AI soll für die Gesichtserkennung eine Datenbank von rund drei Mrd. Bildern nutzen, die das Unternehmen ohne Zustimmung von Facebook, Instagram und weiteren Webseiten zusammengetragen hat. Als "klare Verletzung von Privacy-Rechten" kritisiert der Brief schon das. Dazu komme massive Intransparenz in Sachen Nutzung. So stelle Clearview AI oft Testversionen zur Verfügung, die bei Behörden teils ohne Wissen der jeweiligen Leiter genutzt würden. Unklarheiten bestünden etwa beim Einsatz für die DHS-Behörden U.S. Immigration and Customs Enforcement und U.S. Customs and Border Protection.

Hinzu kommen Bedenken, dass Gesichtserkennung fehleranfällig ist und diversen Untersuchungen zufolge oft rassistische Tendenzen zeigt. In allen Fällen, wo es aufgrund einer Fehlerkennung zu einer fälschlichen Verhaftung gekommen ist, sei ein Farbiger betroffen gewesen, heißt es in dem offenen Brief. Während beispielsweise IBM Geischtserkennung aufgrund solcher Rassismus-Bedenken gestoppt hat (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20200609014 ), macht Clearview AI munter weiter. Dabei hätten die Gründer des Unternehmens angeblich Verbindungen zu rechtsextremen und nationalistischen Organisationen.

Bedingungsloser Stopp

"Wir bitten, dass das Ministerium sofort die Nutzung von Clearview AI bei seinen Behörden auf Vertrags-, Test- oder jeglicher anderen Basis stoppt", lautet daher die Kernforderung im Brief. Die Biden-Administration solle nicht nur auf neue Verträge verzichten, sondern alle bisherigen Aussetzen. Diese seien allesamt unter Trump zustande gekommen, den Clearview-AI-Gründer Peter Thiel stark unterstützt habe. Die andauernden Verletzungen von Bürger- und Privacy-Rechten seien Grund genug für solch einen bedingungslosen Stopp.

Zum offenen Brief: http://bit.ly/32x20X7

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Thomas Pichler
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail:
Website: www.pressetext.com
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