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Fr, 26.06.2020 13:50
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pte20200626016 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Forscher finden Steuerelement in Krebszellen

Molekül identifiziert, das Herstellung von Erbgut-Bausteinen und Zellvermehrung steuert
Forscher: Wachstumsmolekül für Krebs entdeckt (Foto: pixabay.com, FotoshopTofs)
Forscher: Wachstumsmolekül für Krebs entdeckt (Foto: pixabay.com, FotoshopTofs)

Freiburg (pte016/26.06.2020/13:50) - Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg http://uniklinik-freiburg.de haben ein Molekül entdeckt, das die Herstellung von Erbgut-Bausteinen steuert und für die Vermehrung von Krebszellen damit wesentlich ist. "Das von uns entdeckte Molekül ist in Krebszellen deutlich häufiger vorhanden als in gesunden Zellen. Es dürfte daher ein sehr interessantes Ziel für neue Krebstherapien sein", sagt Krebsexperte Sven Diederichs. Details wurden in "Nature Communications" publiziert.

"long non-coding RNA"

Damit sich Krebszellen schnell vermehren können, müssen sie auch schnell viele Erbgut-Bausteine herstellen. Eine zentrale Steuereinheit dafür haben die Mediziner jetzt ausfindig gemacht. Sie zeigen, dass eine bislang unbekannte RNA-Einheit im Zellkern für Wachstum und Vermehrung von Krebszellen wesentlich ist. Fehlt diese sogenannte "long non-coding RNA", werden weniger Erbgut-Bausteine produziert. Die Folge: Die Zelle kann ihre DNA nicht mehr verdoppeln und sich demzufolge nicht mehr teilen. Entdeckt hatten die Freiburger Forscher das Molekül in Leberkrebszellen, fanden es aber auch bei Lungen- und Brustkrebs.

"Es gibt bereits zwei Krebsmedikamente, die genau den Prozess angreifen, den das von uns charakterisierte Molekül steuert. Mit dem neuen Wissen können wir jetzt aber einen weiteren Akteur ausschalten und als Zielstruktur für neue Therapien entwickeln, anstatt die Folgen zu vermeiden", verdeutlicht Diederichs die Wirkweise. Schalteten die Freiburger das als lincNMR bezeichnete Molekül im Labor experimentell aus, konnten sich die Zellen nicht mehr teilen, alterten schnell und bildeten keine für Tumore typischen Zellansammlungen. Im Labor kultivierte Tumore blieben deutlich kleiner als solche, bei denen die lncRNA vorhanden war.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-313
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