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Fr, 14.02.2020 06:00
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pte20200214001 Politik/Recht, Handel/Dienstleistungen

USA: Weniger Alkoholläden, niedrigere Mordrate

Wissenschaftliche Untersuchung für Baltimore schlägt Maßnahmen gegen Gewalttaten vor
Liquor Shop in den USA: Zu viel davon schädlich (Foto: W. Brömme, pixelio.de)
Liquor Shop in den USA: Zu viel davon schädlich (Foto: W. Brömme, pixelio.de)

Chapel Hill (pte001/14.02.2020/06:00) - Weniger Verkaufsstellen für harte alkoholische Getränke führen zur Abnahme der Mord- und Totschlagrate. Das hat eine Studie der University of North Carolina http://unc.edu ergeben. Die Untersuchung fand in der US-Stadt Baltimore statt, in der die Zahl der Gewalttaten in den vergangenen Jahren stark angestiegen ist. 2018 gab es 319 Tötungsdelikte. Zum vierten Mal in Folge lag die Zahl bei mehr als 300, bei einer Einwohnerzahl von 600.000.

Drei Gegenmaßnahmen

Zunächst fanden die Forscher um Pamela J. Trangenstein heraus, dass 50 Prozent der Gewalttaten mit Alkoholmissbrauch in Zusammenhang stehen. Daraufhin untersuchten sie die Auswirkungen von drei verschiedenen politischen Maßnahmen: die Senkung der Verkaufsstellen um 20 Prozent, die Schließung aller Verkaufsstellen in Wohngebieten und ein Verkaufsverbot für Bars und Restaurants, die derzeit auch noch spät am Abend Alkohol an Laufkundschaft verkaufen. Diese Maßnahmen verknüpften die Wissenschaftler mit dem sozioökonomischen Status der Bewohner in den verschiedenen Vierteln, der Bevölkerungsdichte und den Verurteilungen wegen Drogenmissbrauchs.

Mit all diesen Daten fütterten die Experten ein Computerprogramm. Die erste Maßnahme, die Reduzierung der Verkaufsstellen um 20 Prozent, ergab ein Minus an Toten von 51 pro Jahr und würde Kosten in Höhe von 63,7 Mio. Dollar einsparen, etwa bei Polizei und Justiz. 22 Tote gäbe es weniger, wenn in Wohngebieten kein Alkohol mehr verkauft werden dürfte. Die Kosteneinsparung läge bei 27,5 Mio. Dollar. Die Beschränkung bei Bars und Restaurants hätte mit einem einzigen "eingesparten" Toten und einer Einsparung von 1,2 Mio. Dollar den geringsten Effekt.

Hohe Ladendichte fördert Gewalt

"Verkaufsstellen für Alkohol siedeln sich vor allem in Regionen mit niedrigem Einkommen an", schreiben die Forscher in ihrer Studie. Hier müsse die Politik gegenhalten. Dann könnten die Bewohner nicht mehr so leicht an Getränke kommen, die sie jetzt bequem fußläufig besorgen können. Hohe Konzentrationen an Läden, die Alkohol verkaufen, erzeugten eine "Atmosphäre der Illegalität und Immoralität", von der sich vor allem junge Männer anziehen ließen, die ohnehin besonders gewaltgefährdet sind. Dazu kämen "Hochrisikotrinker", die oft gewaltbereit seien.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Wolfgang Kempkens
Tel.: +43-1-81140-300
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