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Mo, 02.12.2019 13:30
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pte20191202024 Bauen/Wohnen, Unternehmen/Wirtschaft

Deutsche Baubranche verschläft Digitalisierung

DIW-Studie: Jedes zweite Unternehmen sieht schlichtweg keine Notwendigkeit für Investition
Wolkenkratzer-Bau: Digitalisierung Fehlanzeige (Foto: Free-Photos, pixabay.com)
Wolkenkratzer-Bau: Digitalisierung Fehlanzeige (Foto: Free-Photos, pixabay.com)

Mannheim (pte024/02.12.2019/13:30) - Die fast 330.000 deutschen Baufirmen hinken in Sachen Digitalisierung im Vergleich zu anderen Branchen international hinterher. Bislang investiert der Zweig mit rund zwei Mio. Beschäftigten nicht nur weniger, sondern beschränkt sich dann oft auch nur auf den Einsatz digitaler Lösungen wie der E-Rechnungsstellung oder CAD-Anwendungen. Bauspezifische Technologien wie 3D-Scanner oder Virtuelle Realität werden selten genutzt (2,8 beziehungsweise 7,5 Prozent). Das zeigt eine neue Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) http://zew.de .

Teuer und aufwendig

"Insbesondere kleine Betriebe, die im Baugewerbe besonders zahlreich zu finden sind, können nicht die Zeit aufwenden, sich mit der Digitalisierung zu befassen. Dabei wäre es wichtig, sich auf konjunkturell weniger gute Zeiten vorzubereiten und gerade die Digitalisierung kann dazu beitragen", kommentiert Irene Bertschek, Projektleiterin und Leitung des ZEW-Forschungsbereichs "Digitale Ökonomie" die Ergebnisse.

Als zentrale Hemmnisse für die erfolgreiche Umsetzung von Digitalisierungsprojekten gelten laut der ZEW-Befragung der zu hohe finanzielle (62,4 Prozent) und zeitliche (61,5 Prozent) Aufwand. Als hinderlich sieht die Mehrzahl der Unternehmen weiterhin zu strikte Datenschutzregeln (57,5 Prozent), den unzureichenden Breitbandausbau (55,6 Prozent) und fehlende Standards und Schnittstellen (54,9 Prozent). Besonders frappierend: 52,1 Prozent sehen schlichtweg keine Notwendigkeit für Digitalisierungsprojekte.

Potenziale schlummern

Die Baubranche hat dennoch die Potenziale der Digitalisierung für Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsfähigkeit oder Arbeitsproduktivität laut den Experten erkannt. Deutlich mehr Unternehmen würden künftig positive Auswirkungen der Digitalisierung erwarten. 57,5 Prozent gehen von positiven Digitalisierungsauswirkungen auf deren Wettbewerbsfähigkeit in drei Jahren aus, während das zum heutigen Zeitpunkt nur 49,3 Prozent der Unternehmen tun.

Deutlich positiver in drei Jahren im Vergleich zum heutigen Zeitpunkt werden außerdem die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Unternehmenserfolg insgesamt (56 Prozent in drei Jahren versus 46,9 Prozent heute) und die Innovationsfähigkeit (48,9 Prozent in drei Jahren versus 40,7 Prozent heute) gesehen. Die zentrale Frage der Produktivitätswirkung von Digitalisierung schätzen schließlich 47,3 Prozent der Unternehmen positiv für die Zukunft ein.

Die ZEW-Untersuchung Studie "Zukunft Bau - Beitrag der Digitalisierung zur Produktivität in der Baubranche" ist als PDF abrufbar unter: http://bit.ly/33L7yvD

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-313
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